Ich kopiere einfach mal meinen Review auf Notebookjournal.de vom Montag Abend hier rein:
1. Lieferumfang
Das XSPS 16 kommt in einer stylischer Verpackung aus grauer Pappe und Kunststoffinnenleben, ala Apple Ipod und macBook. Vorbei die Zeiten der "rustikalen" braunen Dell Pappe. Außerdem steckt das Notebook in einer serienmäßigen Dell Samthülle. Diese ist recht praktisch, schützt sie doch die Klavierlackoptik vor Kratzern diverser Notebooktaschen und Rucksäcke. Es werden die üblichen Resource DVDs, Windows Vista, Treiber auf DVD mit in den Karton gepackt. Des weiteren gibt es einen optisch ansprechenden Karton mit Kurzanleitung. Das neue flache 90 Watt DELL Netzteil und DVB-T Antenne mit Adapter liegen seperat im Karton. Also kurzum, alles was man braucht, um das Notebook in ein paar Jahren durchaus wertsteigernd in OVP wieder zu verkaufen. Das eingebaute DVB-T Modul stimmt nicht mit dem beworbenen überein. Hier ist ein hauppauge Modul verbaut, für das man keinerlei Treiber auf der DELL HP oder Treiber DVD findet. Nur die Treiber, welche auf der HDD des jeweiligen Systems liegen passen. Achtet darauf, wenn ihr das System vielleicht platt machen solltet und neu aufsetzt!
2. Optik und Ergonomie
Ein wirklich sehr stylisches, kompaktes und edles Notebook. Selbst Kollegen mit Latitudes auf dem Tisch, IBM R61 Fans und Vaio Anhänger konnten heute nur eines sagen: "Stylisch, hübsch, edel...". Trotz den Ledereinlagen und der Kalvierlackoptik wirkt das XSPS nicht so prollig wie einige Asus Systeme mit Leder. In sich ist es stimmig und einfach nur hochwertig schick.. Besonders auffallend ist das äußerst kompakte Design, trotz des 16" Displays. Man erwartet einfach nicht, solch ein ausladendes Display, wenn man das Notebook zugeklappt auf dem Tisch vor sich stehen hat. Dies ist einer optischen Täuschung geschuldet, denn das Display beginnt nicht, wie sonst üblich, über der Oberkante des Notebooks, sondern tief auf der Rückseite. Somit hat man den Eindruck der Deckel wäre kleiner als das Display. Das Gewicht geht für ein 16" System absolut in Ordnung, vor allem dann, wenn man vorher ein Inspiron 17 im Rucksack hatte.
Der Displaydeckel wird durch die dicken Scharniere extrem "auf Position" gehalten, Verwindungen gibt es keine, es sei denn man möchte das Display durchbrechen. Auch hält das Display in jeder Postition den Winkel, läßt sich aber, der Bauart geschuldet, nicht komplett nach unten klappen. Wer aber macht das auch schon im realen Betrieb. Das Touchpad ist schön groß und wie bei Synaptics üblich auch gut zu bedienen. Die Tasten drücken sich genauso butterweich wie die Tastatur, klicken nicht plastisch, sondern federn angenehm zurück. Auch hier spürt man deutlich einen Anschlag. Die Beleuchtung der Tastatur gilt auch für die Touchpadtasten. Wie bei Klavierlack üblich sieht man natürlich Fettfinger und Abdrücke. Schön ist es daher, daß die Tastatur matt schwarz ist und man somit die Abdrücke nicht direkt sieht. In Sachen Hitzeentwicklung dreht der CPU Lüfter (nur 1 Lüfter) recht häufig und durchaus hörbar. Dies wirkt aber nicht störend oder gar belastend. Das Temp Management des Dell Bios läßt ihn wohl daher so oft laufen, da man Hitzetodschäden wie in anderen Baureihen von vorn herein ausschließen will. Durch das "One Piece" Design und der großen Metallabdeckung am Gehäuseboden wird das Notebook "handwarm" jedoch nicht heiß. Dies müßten genaue Messungen belegen. Auch die Oberseite des Laptops wird warm, stört aber nicht. beim Tippen. Beim "Aufschrauben" fällt positiv auf, daß alle wichigen Bauteile gut zugänglich hinter einer großen Metallklappe in XPS Optik liegen. Also 10 Schrauben lösen und Deckel ab. Nun kann man RAM, miniCard, WWAN Module, Laufwerk etc. einfach wechseln. Alles ist gut zugänglich und aufgeräumt. Achso! Selbst der Expresscard Schutz ist in dieser XPS-Optik gehalten. Das nenne ich mal Liebe zum Detail... ![]()
3. Features
Tja, was soll ich sagen? Die Multimediatasten bilden beim Start eine Leuchtkette wie auf einer Landebahn, die XPS Scharnierringe leuchten im Betrieb und blinken im Standby, der Netzstecker leuchtet blau.... Alles optische Spielereien die wirklich niemand braucht, die aber wirklich schön anzusehen sind und den wertigen Eindruck unterstreichen. Die Tastaturbeleuchtung läßt sich in 2 Stufen regeln und schaltet sich bei Nichtbenutzung automatisch ab. Sobald man wieder eine Taste berührt, schaltet sich sich wie von Geisterhand wieder zu und dimmt sanft hoch. Ich selbst schreibe jetzt gerade bei Kerzenschein und bin begeistert über diese Erleichterung. Weil wir gerade beim Schreiben sind! Die Tastatur ist ein Leckerbissen für jeden Vielschreiber. Butterweich im Anschlag, deutliche Druckpunkte, ordentlich große Tasten und genug Abstand zwischen ihnen, machen diese Tastatur zur besten die ich jemals hatte. Da biegt nix durch, nix wackelt und die Form der Tasten schmeichelt den Fingern geradezu. Absolut perfekt. Die Handballenauflage ist recht kurz, ermüdet aber trotzdem nicht beim Schreiben. Selbst IBM Tastaturen müssen hier Lehrgeld zahlen...
Das Display..... Habe ich Display geschrieben? Was für eine Untertreibung! Diese "LED Taschenlampe" leuchtet so hell, daß sie bei weißen Hintergründen regelrecht blendet. ich würde auf über 300 CD/m², ähnlich dem LG S510 weiß LED Displays, tippen. Durch die Glasscheibe und die RGB LEDs entsteht ein Eindruck von Tiefenschärfe und Brillianz, den man schwer beschreiben kann. Das muß man live erleben. Selbst von oben und der Seite bleibt die Ausleuchtung perfekt. Ohne Messungen würde ich sagen, daß sich die Leuchtkraft optimal über das gesamte Display verteilt. Die RGB Leds sorgen dafür, daß Farben einen optisch "anspringen". Die roten Balken in diesem Forum hier, sind deutlich intensiver und leuchtstärker als auf meinen 1920x1200 CCFL Display. Pixeldichte und Qualität dieses Panels überzeugen mich vollends.
Kann man damit nun auch Arbeiten?
Ja man kann. Ich tue das gerade, schreibe einen langen Text und finde die Schriftgröße absolut ausreichend. Ich selbst bin Brillenträger und arbeite schon immer auf hochauflösenden Displays. Dieses hier ist gut lesbar. Trotzdem sollte man die DPI Zahl der Schrift heraufsetzen, wenn man das mag. Ich für meinen Teil emfinde das Arbeiten als äußerst angenehm. Das Soundsystem ist absolut hervorragend. Selbst bei hohen Lautstärken fragte meine Frau mich gerade, ob ich die Anlage nicht mal leiser machen kann. Wer sich also von weiten anhört wie ein Jamo 5.1 System, der kann nur gute Audioeigenschaften haben. Keinesfalls klingt das System blechern oder überfordert. Im Gegenteil. Ausgwogene Höhen und keine übertriebenen künstlichen Bässe zeichnen den Audiogenuss hier aus.
4. Performance
Dieses Gebiet überlasse ich den Benchmark Profis. Die subjektive Leistungseinschätzung von mir ist durchaus positiv und liegt bei meinen Erwartungen für die verwendeten Komponenten. Die 7200 U/min der HDD geben dem System aber eine deutlich höhere Gesamtperformance. Daher würde ich den Einsatz dieser schnelldrehenden HDDs jederzeit empfehlen. Die eSata Geschwindigkeit von über 80 MB/s mit einer 7200 U/min HDD im externen Gehäuse ist beeindruckend.
5. Verarbeitung
Achtung! Ach wenn das System über jeden Zweifel erhaben ist, so hat sich bei meinem XPS ein Fertigungsmangel eingeschlichen. Auf der rechten Seite des Displays stand das Glas des Displays hervor. Nur ein beherztes Einklicken in den Deckel half hier. Außerdem stimmt das "Spaltmaß" des Scharniers auf der rechten Seite bei meinem XSPS nicht und irgendwie entsteht hier eine ungewollte Spannung. Sollten noch andere User dies bemerken, so sagt bitte bescheid. So sollte ein so hochwertiges System nicht durch die Qualitätskontrolle bei Dell kommen.... Trotz dieses Ausrutschers ist das System ansonsten solide "zusammengeschraubt". Vielleicht müssen sich die Serienfertiger erst noch auf das neue System "einspielen"...
6. Fazit nach 4 Stunden
"Ach wie schön sich diese Tastatur schreibt, wie herrlich ergonomisch sie leuchtet, wie das Display die Augen schont und den Raum "erhellt". Wie herrlich kompakt der Gesamteindruck ist und wie hochwertig die verwendeten Materialien. Alles in allem ein wunderbares System und daher ein "voreingenommene" KAUFEMPFEHLUNG von mir.
Nachtrag:
Der Verarbeitungsfehler an den Scharnieren wurde durch einen DELL Servicetechniker innerhalb von 24 Stunden behoben. Der hat das komplette Display gewechselt.Soviel zum DELL Service. Lob!