"Altern" von Microchips

    • "Altern" von Microchips

      Hi,

      vor allem im Zusammenhang mit dem Übertakten kommen meist 2 Kriterien zur Sprache:
      1. Hitzeentwicklung (deshalb ausreichende Kühlung etc)
      2. Bildfehler / Systemstabilität (Vcore...)

      Ein Phänomen was aber scheinbar auch auftritt ist ein schnelleres Altern der Komponenten (sei das jetzt eine CPU oder GPU oder sonst was).

      Jetzt frage ich mich: Wie sieht das aus elektrotechnischer Sicht aus? Wie kommt dieses Altern zustande?

      Sagen wir wir übertakten eine Grafikkarte ohne VCore-Erhöhung. Wir haben also die gleiche Spannung, nur höhere Taktraten (Arbeitsschritte pro Zeit, deshalb mehr Leistung). Die Kühllung sei absolut ausreichend.

      Gibt es dieses Altern auf Grund von einer Art Verschleiß der Leiter?
      Kommt es bei grenzwertigen Taktraten etwa zu Fehlströmen?
      Haben wir es mit höheren Stromstärken zu tun?
      Hat es etwas mit Isolatorstoffen zu tun?

      Würde mich echt mal interessieren. Mir reicht auch nur ein Ansatz, vll kann ich mir den Rest selbst erklären, falls ihr es auch nicht genau wisst.

      Schon mal vielen Dank.
      mfg

      EDIT: Soweit ich weiß verursachen die Schaltvorgänge bei jedem Takt keinen höheren Verschleiß bei Microchips. Vll kann das jemand wiederlegen, oder vll weiß jemand was zum Punkt "Speicher".

      Ihr könnt mir auch gern mal erläutern aus was z.B. ein aktueller Speicher wie z.B. in Grafikkarten eingesetzt besteht (aus elektrotechnischer Sicht). Fände ich auch schon hilfreich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Beliar0 ()

    • Hi, ich habe mal einen Bericht in der PC-Welt gelesen in dem beschrieben wurden warum CPU/GPU beim übertakten schneller altern. Und zwar kommt es ab einer gewissen (waren glaube ich ca. 90°C, lange lange her) zu einer "Termalenkorrosion" also einer Beschädigung der Struktur. Die passiert aber nur wenn der Halbleiter (Microchip) länger der höheren Temparatur ausgesetzt ist und Betrieben wird (ein Auto rostet auch wenn man z.B. Streusatz nicht zügig entfernt ). Ausserdem haben Halbleiter die unangenehme Eigenschaft bei höherer Temparatur "elektrisch Leitender"(mehr Strom) zu werden, die folge daraus ist das die Temparatur wiederum steigt und der Leitwert (noch mehr Strom) erhöht sich wieder, also eigentlich ein Kreislauf in den Tod (technisch Ptot / Leistungswert bei dem der Halbleiter unweigerlich stirbt).
      Bei CPU und GPU wird schon lange durch Software (Treiber / BIOS) und Hardware (Termaldioden) eine zu hohe Temparatur verhindert.
      Eine Form ist das Thottling.
      de.wikipedia.org/wiki/Throttling

      Zu den Bildfehler und der Stabilität:
      Es ist leider so das man trotz ausreichender Kühlung einen Speicher(RAM), eine CPU oder eine GPU nicht bis ins unendliche übertakten kann. Dies liegt unteranderen an den Transistoren, aus den besteht zum Großteil jeder Speicher(RAM), jede CPU und jeder andere Microchip, man kann die Schaltgeschwindigkeit(Taktrate) eines Transistors nicht einfach extrem über seinen Grundwert erhöhen außerdem gibt es auch Baugruppen die das ganze Verwalten(Controller etc.), die evtl. garnicht auf die zu hohr Taktrate reagieren können . Macht man das doch entstehen Fehler beim Berechnen oder der Speicher vergisst evtl. ganze Datenbereiche. Und unser geliebtes Produkt "Windoof" von der Firma "WinzigWeich" (Microsoft) reagiert mit blauen Bildern.
      Zur Güte, kein OS kann gut mit akkuten Gedächnisverlust leben.
      XPS M1730 "total blau"
      Windows Vista Ultimate
      Intel Core 2 Extem X9000
      NVIDIA GeForce 8800M GTX SLI
      PhysX
      2x 500GB im Raid 0
      4GB RAM
    • Original von Keeper1612
      Hi, ich habe mal einen Bericht in der PC-Welt gelesen in dem beschrieben wurden warum CPU/GPU beim übertakten schneller altern. Und zwar kommt es...

      Zu den Bildfehler und der Stabilität:
      Es ist leider so das man trotz ausreichender Kühlung einen Speicher(RAM), eine CPU oder eine GPU nicht bis ins...



      ...schöne Erklärung, vielen Dank.



      @ Beliar0: Elektromigration sollte dir doch ein Begriff sein... (machst jedenfalls den Eindruck, dich damit gut auszukennen...)
      Mehr kann ich auch nicht sagen...
      Zum "Altern" an sich kann ich nur sagen - hab ich noch nie erlebt, dass mir ein Rechner einfach so den Geist aufgab. Mein damaliger Pentium mit 133 Umdrehungen läuft heut noch bei meinem Vater...und der ist immerhin gut ein Jahrzehnt im Einsatz gewesen...
    • naja der erste rechner den ich hatte, konnte diablo2 flüssig darstellen, als es rauskahm.
      Kurz bevor er ersetzt wurde, hatten wir ma wieder ne Diablo Phase und da lief es plötzlich nur noch mit starkem ruckeln.
      Baal im I-net war wie ne Dia-show.

      Also irgendwie müssen die dinger scho altern.
    • Original von Kai Tee
      Zum "Altern" an sich kann ich nur sagen - hab ich noch nie erlebt, dass mir ein Rechner einfach so den Geist aufgab. Mein damaliger Pentium mit 133 Umdrehungen läuft heut noch bei meinem Vater...und der ist immerhin gut ein Jahrzehnt im Einsatz gewesen...


      Das liegt daran, weil die Strukturbreiten der alten CPUs im Verglecih zu heute ein vielfaches größer sind und das ganze weniger komplex ist. Dementsprechend auch unempfindlicher bei starker Belastung.


      @sanguis, was du beschreibst hat wohl eher andere Hintergründe. Eine CPU/GPU wird nicht langsamer (abgesehen vom automatischen down throttling bei überhitzung). Entweder sie geht oder sie geht nicht.

      Elektromigration ist genau dsa Stichwort, ich hatte dir (beliar) das ganze ja schonmal in einer PM erläutert vor nem Monat oder so.
      Je mehr mhz du betreibst umso mehr Strom fliesst. Je mehr Strom desto größer die Abnutzung, desto schneller der Alterungsprozess. Die entstehende Wärme ist ein Nebeneffekt, die den Effekt positiv/negativ mitbeeinflusst.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von niggurath ()